Am vergangenen Sonntag, dem 6.9.2026 feierten wir im Elisabeth-Hospiz unser traditionelles Sommerfest am Tag der Angehörigen, an dem wir gemeinsam der vielen Gäste gedacht haben, die wir im Elisabeth-Hospiz begleiten durften. Es ist ein Tag, den unsere haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden mit großer Achtsamkeit und tiefer Würde gestalten.
Begünstigt durch herrlich warmes Spätsommerwetter wurde das Gedenken zu einer feierlichen, stillen Begegnung. Nach der Begrüßung und Ansprache von Edgar Drückes, dem wunderbaren Chorgesang des Chores „DaCaPo“ unter der Leitung von Sebastian Sottong sowie einem Gedichtvortrag mit einer bewegenden Einführung in das Gedenkritual durch Anke Goldberg, begaben sich die Angehörigen auf den „Rosen-Lichter-Gang“. Der Weg führte sie durch den alten verträumten Hospizgarten. Am historischen Klosterfenster entzündeten sie Lichter der Erinnerung, während am alten Steinbrunnen Rosen als Gruß in den Himmel niedergelegt wurden – ein Moment, der die unvergängliche Verbundenheit zu unseren Verstorbenen spürbar machte.
Ein besonders schönes Zeichen der Hoffnung setzen die Kinder nach dem Abendmahl und dem Beten des „Vater unser“: sie ließen bunte Ballons fliegen, beladen mit Grußkärtchen und Zeichnungen voller guter Wünsche an die lieben Verstorbenen im Himmel, die sie mit der Kinderanimation „Bagatelli Entertainment“ vorher liebevoll vorbereitet hatten.
Das stille Gedenken wich einer spürbaren Lebensfreude, als der Nachmittag in unser Sommerfest überging. Bei lebhaften Gesprächen, dem Wiedersehen vieler Angehöriger und dem Teilen von Erinnerungen saßen Angehörige, Gäste und das Hospizteam beisammen. Kulinarisch bestens durch die Hospizküche versorgt und einem wunderbaren Kuchenbuffet, dass von allen Mitarbeitenden gespendet wurde, begleitete die Lohmarer Band „Die Saxonettes“ mit wundervollem „Smooth Jazz“ durch den Nachmittag.
Im großen Teamraum wurde um 17:00 Uhr das Figurentheaterstück „Über die Trauer hinaus“ aufgeführt. Das Werk von Sonja Lenneke widmet sich feinfühlig den Themen Abschied, Tod und Neubeginn.
Über 200 Gäste machten diesen Tag zu einem Fest der Begegnung, das von der ersten bis zur letzten Minute von einem tiefen Gefühl des Zusammenhaltes und der Solidarität getragen wurde.









