Ausstellung der Künstler-Familie Oellers klingt mit gelungener Finissage aus

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Die hochkarätige Kunstausstellung mit Skulpturen und Gemälden aus zwei Generationen der rheinischen Künstlerfamilie Oellers hat viele Kunstfreunde ins Elisabeth-Hospiz nach Lohmar-Deesem gelockt. Dabei fanden mehrere Marmorskulpturen und Ölgemälde sowie Grafiken neue Besitzer – und einen Großteil der Verkaufspreise spendet die Familie Oellers an das gemeinnützige Hospiz. Mit einer gutbesuchten Finissage endete nun die Ausstellung.

Die an der Düsseldorfer Kunstakademie ausgebildete Malerin Edith Oellers verriet dabei interessante Details aus den Künstlerkarrieren ihrer Eltern. So gelang es ihrem Vater Günther Oellers (1925-2011), als Kunststudent kurz nach dem Krieg im Pariser Atelier des legendären Bildhauers Constantin Brancusi mitzuwirken, der ihn künstlerisch stark beeinflusste. Oellers gehörte später mit seinen Freunden Joseph Beuys und Heinrich Böll 1972 zu den Gründern der „Freien Internationalen Universität für Kreativität und interdisziplinäre Forschung“ in Düsseldorf.

Die enge Freundschaft ihrer Eltern mit dem Literatur-Nobelpreisträger kam auch der jungen Kunststudentin Edith zugute, als sie mit ihrer Mutter Edith Oellers-Teuber (1923-2015) in Bölls irischem Ferienhaus in den 70er Jahren einen längeren Studienaufenthalt verbrachte. Eine Reise mit Hindernissen: Weil ihr VW-Käfer auf dem Weg zur Fähre in Frankreich einen Motorschaden hatte, mussten die beiden Künstlerinnen ihre Staffeleien und Leinwände zurücklassen und konnten nur mit Skizzenblöcken und Malstiften weiterreisen. So schuf die Mutter eine vielgerühmte Grafikserie, von der nun etliche Exemplare zugunsten des Hospizes verkauft werden konnten.

Bei einem Rundgang im Garten des Hospizes erläuterte Oellers einige Skulpturen ihres Vaters, die nun als Geschenk der Künstlerfamilie dauerhaft in Lohmar-Deesem zu sehen sind. Zu den berühmtesten Werken des Bildhauers Günther Oellers gehören die „Steine der Singenden“, große Klangskulpturen aus Eifel-Basaltlava, die 1998 im Kölner Dom anlässlich des 800-jährigen Jubiläums erklungen sind. Einer dieser Klangsteine ist nun ebenso im Garten des Hospizes zu sehen wie der „Aufsteigende Jubel“ aus strahlend weißem Carrara-Marmor. Oellers‘ Bronze „Der große Konvent“ wurde für das Bonner Bundeskanzleramt angekauft, seine Marmorskulptur „Fähre der Zeit“ stand als Leihgabe in Helmut Kohls Kanzlerbüro.