Häufig gestellte Fragen

Fragen und Antworten rund um das Elisabeth Hospiz

Es ist ein Zuhause, wo Menschen in der letzten Lebensphase Geborgenheit, Solidarität und liebevolle Krankenpflege erleben. Durch diesen menschlichen Halt können Schwerkranke im Hospiz das Ertragen von Krankheit und Sterben als einen bedeutenden Teil ihres Lebens in Würde bis zuletzt erfahren.

 

Durch eine spezielle Schmerztherapie und menschliche Begleitung kann die Geißel der Schmerzen nahezu ganz genommen werden. Examinierte Pflegekräfte behandeln, pflegen und begleiten mit viel Zeit und Zuwendung - unterstützt von Ehrenamtlichen - die Gäste im Hospiz. Sie sind bemüht, persönliche Wünsche und Bedürfnisse so weit wie möglich zu erfüllen, so dass die Angst vor dem Sterben und die Beschwerden der Krankheit so spürbar gelindert werden, dass das Leben Sinn und Qualität behalten kann. Die Selbstbestimmung des Kranken bestimmt den Tagesablauf und beinhaltet auch die Mitentscheidung über Art und Ausmaß der Therapie; d.h. es geschehen z. B. keine lebensverlängernden Maßnahmen gegen den Willen des Kranken.

Auch die Angehörigen werden im Abschiednehmen und in ihrer Trauer begleitet. Angehörige haben die Möglichkeit im Hospiz mit zu wohnen.

Im interdisziplinären Team arbeiten gemeinsam mit den Schwestern und Pflegern die Ärzte, Krankengymnasten, ein Sozialpädagoge, eine Trauerbegleiterin und eine Seelsorgerin.

Die palliative, d. h. gezielt schmerz- und beschwerdelindernde medizinische Behandlung erfolgt durch zwei in der Palliativmedizin fortgebildete Ärzte, die die Kranken regelmäßig besuchen. Auf Wunsch des Kranken kann auch der eigene Hausarzt die medizinische Betreuung übernehmen. Je nach Indikation werden auch andere Fachärzte hinzugezogen.

Jeder, unabhängig vom Einkommen, von Religion oder Krankheitsbild kann aufgenommen werden, wenn der Arzt attestiert, dass die Krankheit weit fortgeschritten und deshalb nur noch eine begrenzte Lebenserwartung bis zu einigen Monaten besteht. Manchmal stabilisiert sich die Krankheit so, dass Gäste das Hospiz vorübergehend oder auf Dauer wieder verlassen können. Vor Aufnahme besteht die Möglichkeit, das Hospiz durch einen persönlichen Besuch kennenzulernen.

Das stationäre Elisabeth-Hospiz in Lohmar hat 16 Einzelzimmer und kann 16 Gäste zur vollstationären Pflege aufnehmen, die von 25 Schwestern und Pflegern versorgt werden.

Für Mitglieder einer gesetzlichen Krankenkasse ist die Versorgung in einem stationären Hospiz kostenfrei. Die Kosten werden zu 95% anteilig durch die Kranken- und Pflegekassen übernommen. Die Pflegekasse übernimmt den dem festgestellten Pflegegrad entsprechenden Betrag für die stationäre Versorgung und die Krankenkasse trägt den Rest. Die verbleibenden 5% finanziert das Hospiz aus Spendenmitteln.

So muss der Erkrankte lediglich für den Eigenanteil bei Medikamenten aufkommen. Aber auch hier gibt es unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, sich von den Zuzahlungen befreien zu lassen. Lassen Sie sich dazu von Ihrer Krankenkasse beraten.

Bei privat Versicherten und/oder Beihilfeberechtigten tragen die privaten Kranken- und Pflegekassen bzw. die Beihilfestellen die Kosten im Rahmen der geltenden Vereinbarungen oder Beihilferegelungen. Bei vielen privaten Krankenkassen basieren diese Vereinbarungen jedoch auf freiwilliger Basis, sodass kein Rechtsanspruch auf stationäre Hospizversorgung besteht. Deshalb empfiehlt es sich dringend, bei der eigenen Kasse/Beihilfestelle diesbezüglich genaue Informationen einzuholen.

Der gemeinnützige Verein "Freundeskreis Elisabeth-Hospiz e.V." ist Träger der gemeinnützigen Elisabeth-Hospiz GmbH. Diese Einrichtung ist von kirchlichen oder sonstigen Verbänden inhaltlich wie finanziell unabhängig. Das Hospiz wurde mit einer Anschubfinanzierung als Modellprojekt vom Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung, der Stiftung Wohlfahrtspflege und der Deutschen Krebshilfe gefördert. Das Hospiz ist Mitglied im Deutschen paritätischen Wohlfahrtsverband.

5 % aller Kosten in Pflege und Betreuung übernimmt das Hospiz aus Spenden. Das Hospiz ist daher auf Unterstützung dringend angewiesen. Unterstützung ist möglich durch:

- eine Mitgliedschaft in unserem Förderverein „Freundeskreis Elisabeth-Hospiz e. V.“.         Mitglied werden                     

- Geld und Sachspenden, Kranzspenden oder Benefizveranstaltungen.                                      Spenden                                      

- ehrenamtliche Mitarbeit in Pflege, Betreuung oder anderen Bereichen                                    Ehrenamtlich mitarbeiten

- Vermächtnisse und Zuwendungen in unsere Stiftung „Endlich leben“.                                     Zu unserer Stiftung             

- projektbezogene Spende z. B. für unser An- und Umbauprojekt „Guter Stern“.                    Zu unserem Bauprojekt      

In einem parkähnlichen Garten am Rande des ruhigen, idyllischen Dorfes Lohmar-Deesem im Rhein-Sieg-Kreis, 25 km von Bonn und Köln entfernt.

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