Aufnahme

Aufnahme

 

Zur Hospizaufnahme gehören die Beratungsgespräche, die vor der eigentlichen Aufnahme geführt werden können. Sowohl die Angehörigen als auch die Kranken selber können telefonisch mit der zuständigen Mitarbeiterin des Hospizes einen Termin für ein Beratungsgespräch vereinbaren. Auch ist es möglich, ohne vorherige Terminabsprache zu einem Beratungsgespräch zu kommen. Bitte kalkulieren Sie hier eventuell eine Wartezeit ein. Wenn immer möglich, versuchen wir allen, auch den Menschen, die ohne Termin kommen, zu helfen.

Unser Hospiz ist eine überkonfessionelle Einrichtung. Alle Menschen, egal welcher Glaubens- oder Weltanschauung sie angehören, sind bei uns willkommen.

Hauptkriterium der Aufnahme ist die austherapierte, weit fortgeschrittene und unheilbare Erkrankung, die nach ärztlichem Ermessen eine verbleibende Lebenserwartung von Wochen bis zu einigen Monaten erwarten lässt.

Der Arzt, der den kranken Gast überweist, bescheinigt dies auf einer so genannten „Bescheinigung zur Notwendigkeit vollstationärer Hospizversorgung“, die am Aufnahmetag den Kostenträgern, den Kranken- und Pflegekassen, vorgelegt wird. Kommt der kranke Gast aus seinem häuslichen Umfeld, so stellt sein Hausarzt diese Bescheinigung aus; kommt er aus dem Krankenhaus, so übernimmt das der dort zuständige Arzt. Der Sozialdienst des Hospizes fordert diese Bescheinigung meist einige Tage vor der eigentlichen Aufnahme an und schickt diese am Aufnahmetag an die entsprechenden Kostenträger. Die folgenden Erkrankungen gelten als Voraussetzung für eine stationäre Hospizversorgung: Krebs, AIDS im Vollbild, Erkrankungen des Nervensystems, chronische Nieren-, Herz-, Verdauungstrakt- oder Lungenerkrankungen.

Viele unserer späteren Gäste und Angehörigen fühlen sich nach einem Beratungsgespräch erleichtert. Sie nehmen die Gewissheit mit, dass trotz der Schwere der Erkrankung noch eine würdevolle Zeit im Hospiz erlebt werden kann und die im Hospiz Mitarbeitenden alles tun werden, um den kranken Gast und seine Angehörigen in allen Belangen liebevoll und menschlich zu begleiten. Oft liegen zwischen Beratungsgespräch und der eigentlichen Hospizaufnahme einige Tage bis Wochen.

Die meisten unserer Gäste kommen am Tag der Aufnahme mit dem Krankenwagen. Das Hospiz verfügt über drei wohnliche Etagen. Jeder Gast, der zu uns kommt, hat ein Einzelzimmer. Die Zimmer sind durchweg wohnlich eingerichtet, haben Parkettböden und auch das Mobiliar hat Holzoptik. Wer möchte, kann je nach Zimmergröße auch kleine eigene Möbel von zu Hause mitbringen. Sogar das Mitbringen eines Haustieres ist möglich. Wir möchten, dass jeder sein Leben, so weit es noch möglich ist, weiter nach den eigenen Wünschen gestalten kann – die Katze auf dem Schoß kann auch dazu gehören.